Bildkomposition – Tiefe durch Einsatz verschiedener Ebenen erzeugen

Räumliche Tiefe ist ein wichtiges Kriterium guter Landschaftsfotografien. In dem Artikel über den Einsatz von Führungslinien habe ich eine Möglichkeit beschrieben, wie man diese Tiefe erzeugen kann.

Eine weitere Möglichkeit dazu ist der Einsatz verschiedener Ebenen innerhalb des Bildes. Im Wesentlichen sind das eine interessante Vordergrundebene, eine Ebene für den mittleren Bereich und eine Hintergrundebene.

Alpen bei Ramsau

Die Fichten vorne links bilden den Vordergrund, der Wald die mittlere Ebene und der Berg schließlich den Hintergrund. Durch die verschiedenen Ebenen entsteht der Eindruck räumlicher Tiefe.

Häufig ist man von einer Szenerie sehr angetan und ist versucht, einfach die Kamera draufzuhalten und loszuknipsen. Mache ich auch immer noch viel zu häufig, aber ich versuche mehr und mehr, mir vorher Gedanken darüber zu machen, wie ich ein Bild interessanter gestalten kann.

Ein guter Anfang für eine gelungene Bildkomposition ist es, nach einem interessanten Vordergrundmotiv Ausschau zu halten. DIes kann ein Felsen, eine Blume, ein Baum oder jedes andere Objekt sein, dass einem gefällt.

Nachdem der Vordergrund „steht“, schaue ich, ob sich interessante Bereiche der Landschaft für den mittleren Teil des Bildes anbieten und welchen Ausschnitt ich für den Hintergrund wählen möchte.

Wie immer, gilt auch hier, dass der Einsatz von Ebenen keine unumstößliche Regel darstellt. Es ist eher eine Art Richtschnur, die helfen soll, interessante Fotos zu gestalten.