Mark Knopfler erzählt – die Auflösung

Mark Knopfler – der neue Landschaftsfotograf? Mitnichten, aber als absoluter Profi auf seinem Gebiet hat er eine Menge Ahnung davon, wie man zum Profi wird (wovon ich noch meilenweit entfernt bin).

Die Anfänge

Das erste, was ich aus diesem Video gelernt habe, war, dass auch ein Mark Knopfler einmal bei Null angefangen hat. Man vergisst sowas leicht, wenn man Pofis bei ihrem Tun zuschaut. Als er mit dem Gitarrespielen angefangen hat, musste auch Mark Knopfler wie alle anderen überlegen, welches welcher Finger ist und wo er den Finger hinlegen soll (Minute 6:06). Um dahin zu kommen, was er heute kann, musste er sehr viel üben.

Übertragen auf die Fotografie: Am Anfang muss man überlegen, wie war das nochmal mit Verschluss und Blende? Wann ist die Schärfentiefe groß, wann ist sie klein? Wann setzte ich welchen Filter wozu ein und wann lasse ich das besser bleiben? Genau wie die Akkorde bei der Gitarre am Anfang nicht wirklich klingen wollen, weil man die Saiten nicht fest genug runter drückt oder die Finger nicht da liegen, wo sie liegen sollten (Minute 2:49), sehen unsere Bilder am Anfang auch nicht wirklich toll aus.

Aber hey, was soll´s? Hauptsache es macht Spaß. Denn genau der ist es, der uns weiter üben lässt. Bis es dann irgendwann besser wird.

Den eigenen Stil entwickeln

Am Anfang orientiert man sich dabei an Regeln, z.B. für den Bildaufbau (siehe meine Reihe über Bildkomposition) und erhält auch irgendwann schöne Ergebnisse – aber die persönliche Handschrift entwickelt sich erst später. Nachdem Mark Knopfler besser geworden ist, hat er angefangen, Regeln zu brechen (5:25) und damit seinen eigenen Stil entwickelt.

Genauso ist das auch beim Fotografieren. Je weiter man auf dem Weg fortgeschritten ist, desto eher kann man die Regeln brechen und gerade dadurch besondere Ergebnisse erhalten. Über diesen Aspekt hat Rob Sheppard in seinem Blog einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben. Bei den Beiträgen zur Reihe über die Bildkompostion habe ich jedesmal dazu geschrieben, dass Regeln eher Richtlinien sind, die der Orientierung dienen.

Einflüsse

Was mir auch aufgefallen ist: Nach einiger Zeit hat Mark Knopfler angefangen, anderen Gitarristen intensiver zuzuhören und dadurch neue Ideen für sein Spiel bekommen (Minute 3:47). Das hat sein Spiel wieder einen Schritt nach vorne gebracht.

Beim Fotografieren ist das genauso. Mit der Zeit lernt man die Werke vieler Fotografen kennen und bekommt immer wieder neue Anregungen. Sei es, was den Bildstil angeht, sei es, was die Methoden der Nachberarbeitung angeht oder sei es der Zugang zum Fotografieren allgemein.

Mittlerweile habe ich bestimmt 200 Links zu verschiedenen (Profi-)Fotografen in meinen Lesezeichen. Vielleicht mache ich mal eine Reihe über verschiedene Fotografen, deren Werke ich besonders faszinierend finde.

Das Fazit

Das Fazit von Mark Knopfler: „Story of my life – it starts somewhere and ends up somewhere else“. Also – offen sein für alles. Rausgehen, fotografieren und sich überraschen lassen, mit welchen Motiven man nach Hause kommt. Und: Den Spaß nicht verlieren, denn das ist das Wichtigste 🙂